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Jens Mosch 19.07.1970 - 17.04.2002
Ich erinnere noch den Tag, an dem Jens hier in Wäldershausen seine Arbeit als Bereiter begann: Ich saß in der Küche beim Mittagessen und plötzlich kam ein gelber Opel laut hupend in den Hof gefahren. Ich rannte raus um zu gucken wer das sei. Es war ein sympathischer, junger Mann mit Mecki- Haarschnitt, der mir total vergnügt entgegen winkte; so als ob wir uns seit Jahren kennten. Ich bin der "NEUE"; JENS MOSCH.. sagte er. Nachdem er aus seinem Auto ausgestiegen war.. Ich freute mich auf den "Neuen".. Das war im September 1994..
Seitdem haben wir viele, viele Stunden zusammen verbracht, viele Feste gemeinsam gefeiert, Witze erzählt, Probleme gewälzt, Freuden, Hoffnungen und Leid geteilt..
Jens gehörte seit diesem September 94 fest zu unserem Team hier in Wäldershausen. Er war bei allen Menschen überaus beliebt. Jens war ein guter Bereiter, immer guten Mutes, fröhlich, positiv, uneigennützig und zuverlässig. Keine Arbeit war ihm zuviel, keine Aufgabe zu mühsam. Auf Festen konnte er Alleinunterhalter sein. Sein Humor wurde von allen bewundert. Aber er konnte auch ein stiller, einfühlsamer Zuhörer sein, wenn man selbst Probleme hatte.
Seine Liebe zu den Pferden war immens.
Schon als kleiner Junge ist er bei Wind und Wetter täglich viele viele Kilometer mit dem Fahrrad gefahren um bei "seinen Pferden" zu sein.
Ein großer Teil seiner Liebe gehörte unserer Stute Cheyenne mit der er sein erstes S- Springen gewann.

Aber auch neben den Pferden hatte Jensi viele Freuden: Er liebte die Natur, lange Spaziergänge zu machen, Sport zu treiben, Fahrrad zu fahren, jeden Januar für eine Woche Skilaufen zu gehen, zu angeln, sich fit zu halten und gesund zu leben, Musik zu hören... und... er liebte seine Freundin Patricia mit der er 3 Jahre zusammen war.
Vor zwei Jahren ist Jens plötzlich sehr krank geworden. Von einem Tag auf den anderen musste er sich in Marburg einer Chemo-Therapie unterziehen. Er verzagte nicht. Er ging mit einem ungeheuren Glauben an Genesung und ganz viel Hoffnung mit dieser Krankheit um. Er hat sich nie aufgegeben, er haderte nie mit seinem Schicksal, er war immer positiv eingestellt und hatte bis zuletzt immer noch einen Witz oder lustigen Spruch "auf Lager". Er arbeitete so tapfer gegen seine Krankheit. Wir feierten die kleinen Erfolge, die es zu verbuchen gab.
Im Herbst 2000 war der Tumor verschwunden. Jens wurde vorrübergehend wieder gesund. Er absolvierte in Warendorf seine Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister und wir waren alle guter Dinge.
Im März 2001 aber war er wieder da, der Tumor. Auch jetzt kämpfte Jens ohne sich je zu beklagen. Er verzweifelte nie, er beschwerte sich nicht , auch wenn es ihm sehr schlecht ging und er machte es uns allen, die mit ihm fühlten, immer leicht an seiner Seite zu sein. Er hat immer versucht uns zu schonen, wollte nie, dass wir traurig sind, seinetwegen. Alle Therapien haben nicht mehr geholfen. Am Mittwochnachmittag ist er friedlich eingeschlafen. Seine Eltern und seine Freundin Patricia waren bei ihm.
Wir alle haben einen wunderbaren Freund verloren. Wir werden "Jensi" vermissen, wir werden ihn nie vergessen und in unseren Herzen wird er irgendwie immer weiterleben.
Cat Geller
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